Ein Sommer ohne Festival? Geht nicht! Daher geht das Binger Open Air online – mit einem Livestream bringt die Kooperative Festivalstimmung direkt ins Wohnzimmer. Am eigentlich Festivalsamstag, 18. Juli, gibt es ab 17 Uhr Programm. Der Stream wird über Facebook geteilt und kann kostenlos angeschaut werden. Drei Bands der Region, Kleinkünstler und Interviews mit den Musikern stehen auf dem Programm!

In diesem Jahr hätten Johnny & the Bazookas zum elften Mal auf dem Binger Open Air gespielt. Traditionell sind sie Samstagsnacht der krönende Abschluss auf dem Rochusberg. Die Musiker Stoney, Patrick und Simon zaubern Acoustic Rock vom Feinsten, Coverrock mit viel Eigeninterpretation auf die Bühne und sorgen für ordentlich Trinklaune. Mit den Jungs aus Rheinhessen heißt es dann „music to sing to, music to drink to“. Und mit genau diesem Motto gibt es im Corona-Festivalsommer 2020 auch eine Sonderedition der BOAF-Becher. In Kooperation mit Johnny & the Bazookas gibt es die Becher zu jedem Supporter-Paket, das Festivalliebhaber sich online bei den Organisatoren bestellen können. Denn auch wenn es kein Programm unter freiem Himmel geben wird, sollen die Fans mit der richtigen Ausstattung an Shirts, Becher und Getränken ordentlich in Festivalstimmung gebracht werden – für den Livestream am Festivalsamstag, 18. Juli.

Zum Livestream hat die Kooperative ein buntes Programm an Musik, Kleinkünstler und Unterhaltung zusammengestellt: Johnny & the Bazookas werden nicht das Bierzelt füllen, sondern vor Kameras spielen und mit einem Livestream Musik direkt ins Wohnzimmer bringen.

Ebenfalls aus der Region kommen die Bands Nitribitts  und Esker. Die Hardbeat-Band Nitribitts bringen mit Rock´n´Soul aus Wiesbaden Festivallaune direkt nach Hause. Seit Ende 2009 hat der Wiesbadener Rock`n`Roll eine grimmige Falte mehr. Rauer und schwitziger Rythm`n`Blues trifft auf kantige Gitarren und rohen Gesang. Die Truppe scheut sich nicht Howlin`Wolf und Ray Charles mit Garagenrock und `ner Prise Punk zu kombinieren. Live beleben Marc Mandrysch, Sven Posselt und Andi Säge alte Klassiker neu und mischen dazu ihre eigenen Songs, die in die gleiche Kerbe hauen.

Die vier Jungs von Esker kommen aus Bingen am Rhein. Auf krummen Pfaden laufen die Musiker der Leidenschaft hinterher – ohne Zwänge und ohne vorgegebenen Ziele. Genre? Davon hält die Band nichts. „Alternativ oder alternativlos?“ Das sollen die Zuhörer selbst entscheiden. Die Band bewegt sich damit zwischen Stoner, Grunge und Progressive.

Neben den lokalen Bands dürfen auch die Kleinkünstler nicht fehlen. Lee Kube schreibt und performt persönliche und politische Texte. Er hat mit dem Schreiben begonnen, um Dinge besser verarbeiten zu können. Er wirft mit seinen Poetry-Texten Licht auf Themen, die sonst oft im Dunkeln bleiben – wie etwa Geschlechterrollen. Der Kleinkünslter Lasse Muche hat die vergangenen zwei Jahre in einer Band gespielt – auf kleinen, lokalen Bühnen und bei Rock’n’Pop Youngsters. Jetzt zieht es ihn alleine vor das Publikum: Allein mit seiner Stimme und seiner Akustik Gitarre singt er von Freiheit, Liebe und zieht seine Zuhörer in die Ferne. Dabei bewegt er sich mit Lieder wie „Beneficio“ im Folk- und Singer-Songwriter-Genre.

Mit einem Livestream will die Open Air Kooperative auch im Corona-Sommer gute Laune in die Wohnzimmer, Gärten und auf die Balkone in Rheinhessen bringen. Durch die virtuellen Live-Konzerte hat die Kooperative auch die Möglichkeit direkt mit ihren Zuschauern in Kontakt zu treten, Fragen zu beantworten und Inspirationen aufzunehmen. Mit den richtigen Accessoirs vom BOAF-Supporter-Shirt bis zur Flasche Wein sind die Festivalfans selbst auch daheim perfekt für den Festivalsommer ausgestattet sein.